Organisation und Ziele

Mission Statement

Die Kommission für Entwicklungsforschung (KEF) bei der OeAD-GmbH führt wissenschaftliche Fragestellungen mit entwicklungspolitischen Analysen und Zielsetzungen im Sinne einer Brückenfunktion zusammen. Leitgedanke ist die Verankerung des entwicklungspolitischen Ansatzes im Bereich Wissenschaft und Forschung.

Realisiert wird dieses Ziel durch

  • kooperative Forschungsvorhaben mit Partnern in Entwicklungsländern;
  • Beratung von wissenschaftlichen Einrichtungen und Förderstellen in wissenschaftlichen und entwicklungspolitischen Fragen;
  • Multimediale Öffentlichkeitsarbeit für wissenschaftsspezifische und allgemein interessierte Zielgruppen.

Gefördert werden kooperative Wissenschaftspartnerschaften, die entwicklungsrelevante Forschung und die Nachhaltigen Entwicklungsziele - Sustainable Development Goals (SDGs) - adressieren und deren Problemfelder lösungsorientiert analysieren.

Zusätzlich dient die KEF als Kontakt- und Vermittlungsstelle für Organisationen aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Entwicklungszusammenarbeit und -politik im In- und Ausland und sieht proaktive Informationstätigkeit und die Vernetzung von Institutionen aus diesen Bereichen als wesentliche Aufgabe.

Die Inhalte und Ergebnisse der Forschungen und Diskurse werden gegenüber einer wissenschaftsspezifischen sowie auch breiteren Öffentlichkeit multimedial (Printmedien, Radio, Film, Veranstaltungen, Filmtage) mit dem Ziel kommuniziert, die vielfältigen Herausforderungen im Kontext Wissenschaft und Entwicklung vor dem Hintergrund der entwicklungsrelevanten Probleme und der Sustainable Development Goals sichtbar und verständlich zu machen.

Die KEF versteht sich als eine transdisziplinäre Allianz für alle mit wissenschaftlichen Fragen entwicklungsrelevanter Forschung und den Nachhaltigen Entwicklungszielen befassten Personen und Institutionen und als Teil der europäischen und globalen Wissenschaftsgemeinde.

Seit 1. Jänner 2009 ist die KEF organisatorisch bei der Österreichischen Austauschdienst GmbH (OeAD-GmbH) angesiedelt.

Ziele

Die KEF hat es sich zur Aufgabe gemacht folgende Zielsetzungen durch ihre Tätigkeit zu erreichen:

  • Zusammenführung wissenschaftlicher Fragestellungen mit entwicklungspolitischen Zielsetzungen
  • Verankerung des entwicklungspolitischen Ansatzes im Bereich Wissenschaft und Forschung

Dies wird erreicht durch:

  • Unterstützung von Projektvorhaben entwicklungspolitisch relevanter, anwendungsorientierter Forschung in partnerschaftlicher Zusammenarbeit
  • Beratungsleistungen für Entscheidungsträger/innen
  • Vermittlung von Kontakten zu internationalen Organisationen und zu (auch potenziellen) Partnerinstitutionen im Ausland
  • Überzeugungsarbeit in Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit durch kritische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Kritische Reflexion der Rolle von Wissenschaft und Forschung, Evaluierungskriterien und ethische Fragen der Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen von Veranstaltungen, Forschungsprojekten und Publikationen

Organisationsstruktur

Vorsitz

Univ.-Doz. Mag. Dr. Ruth KUTALEK, Medizinische Universität Wien, Abteilung Sozial- und Präventivmedizin, Zentrum für Public Health, Kinderspitalgasse 15, 1. Stock, 1090 Wien

Mitglieder

Von den Fördergeber/innen entsandte Mitglieder, wissenschaftliche Mitglieder (Vertreter/innen von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen), Mitglieder aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der internationalen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung, und sonstige Mitglieder.

Entscheidungsebene

Die Mitglieder entscheiden bei den Tagungen des Kuratoriums, die in Abständen von drei bis vier Monaten stattfinden, über wissenschaftlich begutachtete Projekte und die Planung von Kommissionsaktivitäten.

Team

Das KEF-Team bildet die Geschäftsstelle bei der OeAD-GmbH. Es ist zuständig für die erfolgreiche Abwicklung der KEF-Förderungen, für die Öffentlichkeits- und Medienarbeit sowie das Informations- und Wissensmanagement.

Geschichte

Die Kommission für Entwicklungsforschung besteht seit dem Jahr 1981. Sie ist als österreichische Maßnahme nach der UN-Konferenz "Science and Technology for Development", die 1979 in Wien getagt hat, eingerichtet worden.

Ursprünglich als Beratungsorgan für das Wissenschaftsministerium konzipiert, hat sich die Kommission durch ihre Ansiedlung bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften auf Initiative des Gründungsvorsitzenden Prof. Leopold Schmetterer etabliert.

Seit 1. Jänner 2009 ist die KEF bei der OeAD (Österreichische Austauschdienst)- Gesellschaft mit beschränkter Haftung - Austrian Agency for International Cooperation in Education and Research (OeAD-GmbH) angesiedelt.

Vorsitz

Zeitraum Vorsitzender Institution
1981-1989 Univ.Prof. Dr. Leopold Schmetterer ÖAW
1989-2003 Univ.Prof. Dr. Heinz Löffler Universität Wien
2003-2009 Univ.Prof. Dr. Gerhard Glatzel Universität für Bodenkultur
2009-2016 Univ.-Prof. Dr. Erich Thöni Universität Innsbruck
2016- Univ.-Doz. Mag. Dr. Ruth Kutalek Medizinische Universität Wien

Die KEF hat durch das tragische Ableben von Prof. Leopold Schmetterer ihren Gründer und langjährigen Vorsitzenden verloren. Die Kommission wurde formell am 18. März 1981 als österreichische Maßnahme nach der UN-Konferenz "Science and Technology for Development", unter dem Vorsitz von Prof. Schmetterer eingerichtet. Er war vom Gründungstag bis zum 31.12.1988 Vorsitzender der KEF, bis er diesen aus gesundheitlichen Gründen an seinen Nachfolger Prof. Löffler übergeben musste. Trotz seiner fortschreitenden Erblindung nahm er dennoch längere Zeit aktiv an den Beratungen der Kommission teil. Das Engagement und unermüdliche Bemühen Prof. Schmetterers ist der Kommission bis heute Vorbild geblieben.

Nachruf Prof. Schmetterer

Prof. Heinz Löffler ist am 13. Oktober 2006 verstorben, kurz vor der Jubiläumsfeier zum 25jährigen Bestehen der KEF. Am 31.12. 1988 hat er das Amt als Vorsitzender der KEF von Prof. Schmetterer übernommen, und hat dies Ende 2003 an Prof. Glatzel übergeben. Er hat die KEF durch viele Jahre geprägt und sein Name wird für immer mit der KEF verbunden sein.