Im Fokus: Soziologie und Entwicklungsforschung

"magnifying glass" © Gerd Altmann | Pixabay

Auguste Comte – einer der Begründer der Soziologie

Wie in der Sendung zu hören ist, ist die Soziologie eine junge Wissenschaft. Als einer der Begründer der Soziologie als Disziplin wird allgemein Auguste Comte gesehen, der 1838 den Begriff der Soziologie prägte. Ebenso ist er der Begründer des Positivismus. Vor einiger Zeit widmete ihm „Die Zeit“ einen ausführlichen Artikel.

Schriftenreihe „Gesundheit – Mensch – Gesellschaft“

Wechselwirkungen zwischen Mensch und Gesellschaft © Trauner Verlag

Klaus Zapotoczky (2016): Wechselwirkungen zwischen Mensch und Gesellschaft, Trauner Verlag Linz, ISBN: 978-3-99033-244-3

In diesem Band 15 der Schriftenreihe „Gesundheit – Mensch – Gesellschaft“ behandelt der Autor in 15 unterschiedlich umfangreichen Kapiteln Hauptfragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens der Menschen. Dem Grundaufbau der ersten Auflage folgend, werden in dieser stark erweiterten dritten Auflage zentrale Themen der Soziologie zukunftsorientiert und kritisch behandelt.

Weitere Werke von Klaus Zapotoczky

Klaus Zapotoczky (2007, Hrsg.): Politik – Programme – Projekte. Menschenorientierte Entwicklungszusammenarbeit im Sinne von Bourdieu, Trauner Verlag, Linz, ISBN: 978-3-85499-164-9

Entwicklungszusammenarbeit (EZA) im Lichte von Bourdieu zu sehen, bedeutet dass "Entwicklung" nicht auf wirtschaftliches Wachstum reduziert werden darf. Begriffe wie Humankapital, soziales, kulturelles, und symbolisches Kapital haben als entwicklungsrelevante Dimensionen Eingang in den entwicklungspolitischen Diskurs gefunden. Der nun vorliegende Band will in diesen Dialog einsteigen. Es gilt, das Potential, welches Bourdieus Theorien für die EZA bieten, aufzuzeigen, praktische Handlungsanleitungen zu geben und die gängige Praxis zu reflektieren.

Klaus Zapotoczky (1974): Abbau sozio-kultureller Distanzen. Beiträge zu einer Theorie optimaler Entwicklungsschritte bei Stammesgesellschaften, Springer-Verlag, Wien, New York, ISBN: 3-211-81287-3

Aus der EINLEITUNG: "Die kritische Einstellung zur heute geleisteten Entwicklungshilfe hat in letzter Zeit stark zugenommen, viele in der Vergangenheit gemachten Fehler werden sogar offiziell bekanntgegeben. Mehr als bisher wird auf die Sozialstruktur, die Haltungen und ständig geübten Verhaltensweisen in den einzelnen Ländern zu achten sein, sollen geleistete Hilfen und entwickelte Pläne und Programme auf Dauer wirksam sein und zur Entfaltung der beteiligten Bevölkerung führen. Die Absicht meiner Untersuchungen war es, Ansätze zu einem Modell optimaler Entwicklungsschritte zu entwerfen, das auf die Stammesgesellschaften Westafrikas direkt oder indirekt angewendet werden kann und so mithilft, daß fremde Einflüsse in diesen Ländern bestehende Konflikte und Unterschiede nicht so forcieren, daß sie zu Kriegen (Nigeria, Kongo), sondern zu einem gesellschaftsadäquaten Wandel führen. […]"

Klaus Zapotoczky (1968): Friede statt Reichtum. Soziologische Überlegungen zur Entwicklungshilfe, Veritas-Verlag Wien, Linz, Passau.

Aus der EINLEITUNG: "Die Auseinandersetzung Industrieländer - Entwicklungsländer wird unser Leben entscheidend prägen. Reiche Länder, die überdies noch immer reicher werden, bleiben ein dauerndes Objekt des Neides für alle Staaten, denen eine ähnliche Entfaltung nicht möglich ist. Es ist daher für ein weltweites friedliches Zusammenleben der Menschen von großer Bedeutung, daß immer mehr Menschen - vor allem in den Industrieländern - über-legen, wie die Kluft zwischen armen und reichen Ländern vermindert werden kann. Die entwickelten Länder haben heute noch die Gelegenheit, Wege vorzuschlagen, auf denen einem gerechten und friedlichen Ausgleich zwischen den Staaten näherzukommen ist. Versäumen sie diese Chance, könnten ihnen - vielleicht schon in der nächsten Generation - Mittel und Wege diktiert werden. […]"

Forschen für und Forschen über Entwicklung

Wozu forschen? Wozu entwickeln? © Brandes & Apsel Verlag

Andreas Obrecht hat sich in dem von ihm herausgegebenen Werk Wozu forschen? Wozu entwickeln? ausführlich mit den Möglichkeiten und Grenzen der soziologischen Forschung für eine partizipative Entwicklungszusammenarbeit auseinandergesetzt.

Insbesondere auch mit den Unterschieden zwischen Forschung für Entwicklung, also der Grundlagenforschung, und Forschung über Entwicklung, also grob gesagt der soziologischen Forschung.

Forschungsfeld Kellnerjob

Sendungsgast Klaus Zapotoczky spricht über seine Studentenzeit und darüber, dass sein Job als Kellner sein Interesse an der Soziologie, der Auseinandersetzung mit Mensch und Gesellschaft geweckt hat. Der deutsche Soziologe Tilman Allert hat sich in seiner Arbeit unter anderem mit dem Bereich Dienstleistungen und Service befasst und hat in einem Interview mit der FAZ ausführlich darüber, aber auch über die Gesellschaft rund um Weihnachten berichtet. Passend zur Jahreszeit ist hier das Interview zu finden.

Podcast

Welt im Ohr Logo © Lilo Moser

Die Radiosendung "Universitäre Entwicklungssoziologie und die Popularisierung des soziologischen Denkens" befasst sich mit der Entstehung der Entwicklungssoziologie in Österreich, mit für Soziolog/innen wichtigen Medien und dem Berufsverband und bietet interessante Einblicke in die universitäre Soziologie der 70er Jahre insbesondere an der Universität Linz. Auch die eine oder andere Anekdote darf nicht fehlen.

Hier können Sie diese Sendung anhören und downloaden.