Open Access © biblioteekje, CC BY-NC-SA

Open Access in nah und fern

Das Global Open Access Portal der UNESCO sammelt Informationen der meisten Mitgliedsländer der Vereinten Nationen. Allerdings sollte man für Daten nicht nur dieses Portal zu Rate ziehen, da es aufgrund seines Umfangs zu fehlerhaften Angaben kommen kann (so ist z.B. die Zahl der Signatoren der Berlin Declaration aus Österreich viel zu niedrig). Österreichische bzw. deutschsprachige Plattformen sind z.B. das Open Access Netzwerk Austria oder die Plattform open-access.net die von Deutschland aus für Deutschland, Österreich und die Schweiz umfangreiche Informationen bietet. Wem ein Handbuch/ein pdf mehr zusagt ist mit der Publikation „Open Access. Chancen und Herausforderungen - ein Handbuch.“ der deutschen UNESCO Kommission gut beraten. Dieses stammt allerdings schon aus dem Jahr 2007.

Open Access und der globale Süden

Einen groben Überblick über Open Access als Chance für den globalen Süden bietet dieser Artikel in den OeAD-News. Susan Veldsman erläutert in diesem 20-minütigen Vortrag tiefergehend, was Open Access für den globalen Süden eigentlich bedeutet.

Open Access for Africa ist eine Suchplattform insbesondere im medizinischen und Gesundheitsbereich.Informationen zu der ebenfalls in der Sendung erwähnten African Open Science Platform sind hier und hier zu finden.

Open Access und Österreich

2015 hat das Open Access Netzwerk Austria einen umfassenden Leitfaden veröffentlicht, der Empfehlungen abgibt, wie der Umstieg auf Open Access in Österreich gelingen kann.

Ebenfalls 2015 erschien von e-infrastructures Austria eine umfangreiche Studie zum Umgang von Forschenden mit ihren Daten in Österreich. Das Kapitel „Zugänglichkeit und Nachnutzung“ bietet interessante Einblicke, auch in das Für und Wider von Open Access von Seiten der Forschenden.

Stichproben

Birgit Englert, Gast in der zugehörigen Welt im Ohr Sendung, ist Herausgeberin der von ihr mitherausgegebenen und in der Sendung angesprochenen Zeitschrift Stichproben. Diese wird zweimal jährlich vom Institut für Afrikawissenschaften der Universität Wien herausgegeben und ist seit der ersten Ausgabe frei über die Webseite verfügbar.

Ein Ende von Open Access?

Der deutsche Soziologie Ulrich Herb befasst sich seit Jahren sowohl in der Praxis als auch in der Forschung mit Open Access und spart auch Kritik in seiner Arbeit nicht aus, insbesondere an den Entwicklungen der letzten Jahre, wie in diesem Interview aus 2017 nachzulesen ist. Seine gesamte Open Access Publikationsliste ist hier zu finden.

Die KEF und Open Access

Die KEF verfolgt ihre eigene Open Access Strategie. Bis zu 2 Jahre nach Projektende können Projektleiter/innen um eine Zusatzförderung für Open Access Publikationen ansuchen. Umfassende Informationen darüber was Open Access ist, welche Meilensteine bereits gesetzt wurden, welche Veröffentlichungsmodelle es gibt und was sonst noch dazugehört, bietet das vorhergehende Forumsthema zu Open Access. Hier finden sich auch weiterführende Informationen zur Entstehungsgeschichte und zu unterschiedlichen Modellen der Open Access Veröffentlichung.

Welt im Ohr und Open Access

Welt im Ohr Logo © Lilo Moser

Die Welt im Ohr Radiosendung „Open Access – freier Zugang zur Wissenschaft in Nord und Süd“ beleuchtet den Stand von Open Access im Jahr 2018 und die praktische Umsetzung. Im Interview erklärt Susan Veldsman was Open Access für den globalen Süden und insbesondere für Südafrika bedeutet. Open Access wird zunehmen positiv gesehen, allerdings gibt es im Umfeld dessen Entwicklungen, die besonders beobachtet werden müssen, wie etwas zwielichtige Journale oder Verlage, die weit mehr versprechen als sie halten können. Auch Datenmissbrauch oder die generelle Sinnhaftigkeit, Forschungsdaten offenzulegen, wurde lebhaft diskutiert. Bereits 2013 war Open Access in der Welt im Ohr Sendung „Erfolgsstory Open Access?