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Der parlamentarische NordSüdDialog

Seit 2006 gibt es das Projekt Parlamentarischer NordSüdDialog, das von der Austrian Development Agency (ADA) und dem Land Oberösterreich unterstützt wird. In den ersten 10 Jahren, gab es eine Kooperation zwischen dem österreichischen und dem mosambikanischen Parlament, die nach 10 intensiven Jahren endete. Seit 2017 ist das Parlament von Sambia im südlichen Afrika Partner in dieser bilateralen Kooperation und soll es auch weiterhin bleiben.

Frauen in Parlamenten - Zahlen und Fakten

Radiogast Sarah Dingler arbeitet primär auf europäischer Ebene zu der Stellung von Frauen in Parlamenten. So etwa in dieser vergleichenden Studie in 21 europäischen Ländern, ob Anliegen von Frauen in Parlamenten unterrepräsentiert sind.

Über die Präsenz von Frauen in europäischen Parlamenten gibt auch diese Broschüre des Europäischen Parlaments Auskunft.

Für Afrika lässt sich leider auf den ersten Blick keine eigene Statistik finden. Ein etwas älterer Blogeintrag bietet jedoch einen Einblick über Frauen in afrikanischen Parlamenten, insbesondere auch über Frauenquoten. Zudem bietet diese Tabelle der Inter-Parliamentary Union eine Statistik, in der sie den Zuwachs von 1990 bis 2017 in den nationalen Parlamenten weltweit abbildet.

Vorreiter Ruanda

Ruanda ist weltweit das Land, das mit ca. 62% den höchsten Frauenanteil in der Regierung hat. Viele Artikel bescheinigen Ruanda als best practice und als Vorbild für Parlamente weltweit. In der Sendung gibt Anais Angelo einen Einblick darauf, ob Ruanda durch seinen hohen Frauenanteil im Parlament auch das beste Land ist, um als Frau zu leben. Auch dieser Artikel hinterfragt kritisch diese Vorreiterrolle.

Mächtige Männer

Insbesondere in Afrika gibt es gehäuft Beispiele, für Männer, die ihre Vormachtstellung in der Politik durchziehen, komme was da wolle. Gesetze werden geändert, Amtsperioden ausgedehnt bzw. zusätzliche eingeführt. Außerhalb Afrikas ist es in Bezug auf Demokratien wohl nur Putin, der einem sofort in den Sinn kommt. Innerhalb Afrikas war insbesondere Zimbabwes Präsident Mugabe 2017 in den weltweiten Medien, der nach einem unblutigen Militärputsch nach 30 Jahren seines Amtes enthoben wurde. Auch Ugandas Präsident Museveni sitzt seit über 30 Jahren an der Macht, der Präsident von Äquatorialguinea gar seit 39 Jahren, Paul Biya in Kamerun seit 36 Jahren. Mancherorts wird dies „Big man Syndrome“ genannt.Auch die Wissenschaft widmet sich diesem Thema.

Welt im Ohr, Frauen und Politik

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In der Radiosendung „Frauen, Politik und Parlamentarismus im südlichen Afrika“ wurde über viele Facetten dieser Thematik diskutiert. So wurde nicht nur beleuchtet, warum es Frauen besonders schwer haben in politischen Positionen oder ob es so etwas wie „Frauenthemen“ überhaupt gibt, sondern auch die Frage nach (über)mächtigen afrikanischen Präsidenten und wann man „Manns genug“ ist in der afrikanischen Politik zu bestehen.