"Chinese Dream" – Andreas Kurz über einen uniformen Traum in China

In den Medien ist ständig von China zu hören bzw. zu lesen, v.a. im Kontext von Wirtschaft und Politik.

Peking, Shanghai und Hongkong stehen dabei im Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch das Regierungsmotto von Xi Jinping, der sogenannte "Chinese Dream", ist bekannt, ein ganz uniformer Traum von Stabilität, Kleinfamilie, Kaufkraft und prosperierender Wirtschaft. Deng Xiaoping hat noch gesagt, es sei keine Schande, reich zu sein. Heute gilt es in Shanghai eher als Schande, nicht den Versuch zu unternehmen, reich zu werden. Wo verstecken sich jedoch die nicht-normierten Träume? Autor und Filmemacher Andreas Kurz verbrachte die Jahre 2013 und 2014 als Leiter des Österreich-Zentrums in Shanghai. Er hat zwei beeindruckende Beispiele, die für individuelles Handeln stehen, gefunden: Guanghui und Li Chenhao. In der heutigen Sendung wird unter anderem darüber diskutiert, ob diese beiden etwas über die chinesische bzw. spiegelbildlich auch etwas über die westliche Gesellschaft aussagen?

Andreas Kurz selbst schreibt dazu: "Man sollte jedem, der etwas über China erklärt, misstrauen. Auch mir. Was ich zu Shanghai äußern kann, sind Vermutungen. Was ich über China sage, ist Phantasie. Und ich befinde mich damit in bester Gesellschaft, oder in schlechtester, jedenfalls aber in größter. Kaum jemand weiß wirklich etwas über dieses Land, das als solches überhaupt nicht erfasst werden kann und dessen Gesellschaft keine ist."

Gestaltung und Moderation: Mischa G. Hendel (für den Sendungsinhalt verantwortlich)

Sendetermin: Freitag, 05.06.2015, 20:00-21.00 Uhr

Dieser Beitrag wurde von der Sendereihe "Sweetspot" auf Radio Orange 94.0 übernommen.